Die Glasbläserpfeife

Mit der Erfindung der Glasbläserpfeife, vermutlich durch die Syrer um 200 v.Chr., wurde die Grundlage für die heutige Hohlglasproduktion gelegt. Die Pfeife besteht im Prinzip aus einem Eisenrohr mit einem Mundstück und einer Verdickung am Ende. Mit Hilfe der Pfeife entnimmt der Glasbläser einem Klumpen geschmolzener Glasmasse aus dem Schmelzofen und bläst ihn unter ständigem Drehen zu einem Hohlgefäß auf. Diese alte Technik wird auch noch heute eingesetzt.
Die Gläserpfeife wurde auch von den Römern benutzt um Kunstgegenstände und Gefäße herzustellen. Durch die einfache Technik des Glasblasens konnten große Stückzahlen hergestellt werden, so dass Glas schon damals zu einem Alltagswerkstoff wurde. Auch zu dieser Zeit wurde Glasrecycling betrieben, indem Glasscherben wieder eingeschmolzen wurden. Mit dem Zerfall des
römischen Reiches erlitt die Glasmacherkunst einen starken Einbruch, nur in Byzanz blieb ein Zentrum dieses Handwerks erhalten.